Wix, Jimdo oder eigene Website — was Schweizer KMU wirklich bezahlen

Website-Baukästen wie Wix, Jimdo oder WordPress wirken günstig. Bis man rechnet. Ein Vergleich der echten Kosten — inklusive Performance, SEO und Datenschutz.

Die Versuchung ist gross. Wix wirbt mit “in wenigen Minuten online”, Jimdo mit “gratis starten”, Squarespace mit schönen Templates. Und tatsächlich: Wer ein Konto erstellt, hat nach einer Stunde eine Website.

Warum also einen Entwickler beauftragen?

Weil der erste Eindruck täuscht — in mehrfacher Hinsicht.

Was Sie jeden Monat bezahlen

Wix, Jimdo und Squarespace sind Abonnements. Das klingt harmlos, bis man rechnet.

Anbieter Plan Monatlich (Jahresabo) 3 Jahre 5 Jahre
Wix Core ca. €24 ca. CHF 980 ca. CHF 1’640
Squarespace Business ca. €23 ca. CHF 940 ca. CHF 1’580
WordPress.com Business ca. €25 ca. CHF 1’020 ca. CHF 1’700
Jimdo Grow ca. €15 ca. CHF 610 ca. CHF 1’020
AppKlar Website CHF 0 CHF 1’545 * CHF 1’575 *

*CHF 1’500 einmalig + ca. CHF 15/Jahr für die Domain. Hosting kostenlos über Cloudflare Pages.

Das Ergebnis: Nach spätestens fünf Jahren ist eine professionelle Einzelentwicklung günstiger als jedes Abo — ohne monatliche Fixkosten, ohne Preiserhöhungen, ohne Plattformabhängigkeit. Wix hat die Preise zuletzt 2024 um rund 25 Prozent angehoben. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

Und der Support? Wer Aktualisierungen, Backups und direkten Ansprechpartner möchte, wählt den optionalen Support-Plan bei AppKlar für CHF 290 pro Jahr. Auch dann: Nach fünf Jahren mit Support-Plan (CHF 2’025 total) liegt man auf Augenhöhe mit Wix — und hat eine massgeschneiderte Website statt eine von Millionen identisch aufgebauten Seiten.

Performance — der unsichtbare Umsatzkiller

Google misst seit 2021 die Ladegeschwindigkeit und Nutzererfahrung einer Website direkt im Ranking-Algorithmus. Das Messwerkzeug heisst Core Web Vitals. Und Website-Baukästen haben dort ein bekanntes Problem.

Die Zahlen sprechen für sich:

  • 53 % der Nutzer verlassen eine mobile Website, die länger als 3 Sekunden lädt — das belegt eine Google-Studie mit über 11 Millionen Datenpunkten.
  • 0,1 Sekunden schnellere Ladezeit erhöht die Conversion-Rate im Retail um 8,4 % — so das Ergebnis einer Deloitte-Analyse im Auftrag von Google (2020).
  • 1 Sekunde Verzögerung kostet im Schnitt 7 % Conversions — eine Zahl, die Amazon als einer der ersten grossen Anbieter dokumentiert hat.

Wix und Jimdo laden viel JavaScript und CSS, das der Browser des Besuchers erst verarbeiten muss, bevor die Seite sichtbar wird. Das ist kein Design-Problem — es ist Architektur. Template-Systeme müssen für alle Anwendungsfälle gleichzeitig gebaut sein und schleusen deshalb Code mit, den Ihre spezifische Seite nie braucht.

AppKlar-Seiten sind statisch gebaut mit Astro. Es gibt kein JavaScript auf dem Server, keine Template-Engine zur Laufzeit, kein unnötiger Code. Das Ziel: Lighthouse-Score 100/100/100/100 auf jeder Seite — Leistung, Barrierefreiheit, Best Practices, SEO.

SEO: Warum Baukasten-Websites seltener gefunden werden

Suchmaschinenoptimierung ist nicht nur Texte schreiben. Es geht darum, was im Hintergrund passiert — und da haben Baukästen strukturelle Schwächen.

Strukturierte Daten (JSON-LD). Google versteht eine Website besser, wenn sie maschinenlesbare Informationen mitliefert: Öffnungszeiten, Standort, Dienstleistungen, FAQ-Antworten. Diese “Schema.org”-Auszeichnung können Jimdo-Nutzer gar nicht, Wix-Nutzer nur eingeschränkt einsetzen. Bei einer individuellen Website ist das Standard.

Kanonische URLs. Baukästen erzeugen oft mehrere URLs für denselben Inhalt — Mobile-Versionen, Vorschaulinks, Filterseiten. Ohne saubere canonical-Tags wertet Google das als doppelten Inhalt und straft beide Versionen ab.

Ladegeschwindigkeit als Ranking-Signal. Seit dem “Page Experience Update” zählen Core Web Vitals offiziell in die Bewertung. Eine langsame Website verliert in der Suche — unabhängig davon, wie gut der Text ist.

Template-Einschränkungen. Wix und Jimdo bestimmen die HTML-Struktur. Die Überschriften-Hierarchie, das Markup der Navigation, die Alt-Texte der Bilder — das alles ist vordefiniert und oft nicht optimal für Suchmaschinen.

Datenschutz und nDSG — ein unterschätztes Risiko

Seit dem 1. September 2023 gilt in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz (nDSG). Wer als Unternehmen eine Website betreibt, ist verantwortlich für den Datenschutz — auch wenn ein Baukasten-Anbieter die technische Infrastruktur stellt.

Das konkrete Problem:

Google Fonts. Wix und viele WordPress-Themes laden Schriftarten direkt von Googles Servern. Dabei wird die IP-Adresse Ihrer Besucher an Google in den USA übertragen — ohne deren Zustimmung. Das Landgericht München hat das 2022 als Datenschutzverletzung eingestuft. AppKlar hostet alle Schriftarten lokal. Keine IP-Übertragung, kein Problem.

Analytics und Tracking. Die meisten Baukasten-Anbieter schalten standardmässig eigene Analytics-Cookies auf Ihrer Website. Diese erfordern eine Cookie-Einwilligung mit Ablehnoption. AppKlar setzt Plausible Analytics ein — cookielos, EU-gehostet, nDSG-konform. Kein Cookie-Banner nötig.

Datenverarbeitung ausserhalb der EU/CH. Viele Baukasten-Server stehen in den USA. Nach dem Schrems-II-Urteil des EuGH ist die Rechtslage für solche Übertragungen komplex. Cloudflare Pages, wo AppKlar-Seiten laufen, hat Server in der EU und entsprechende Datenschutzzertifizierungen.

WordPress — der dritte Weg und seine Tücken

WordPress wird von rund 43 Prozent aller Websites weltweit genutzt. Das klingt eindrücklich. Es hat aber einen Preis.

Sicherheit. Genau weil WordPress so verbreitet ist, ist es das beliebteste Angriffsziel im Web. Veraltete Plugins sind laut WP Engine für über 97 Prozent aller erfolgreichen Angriffe auf WordPress-Seiten verantwortlich. Wer WordPress betreibt, muss regelmässig aktualisieren — oder zahlt irgendwann für die Konsequenzen.

Versteckte Kosten. WordPress selbst ist gratis — aber der Rest nicht. Ein zuverlässiges Schweizer Hosting (z. B. Infomaniak, Hostpoint) kostet ab CHF 8 pro Monat. Ein professionelles Theme CHF 50–150. Plugins für SEO, Sicherheit, Backup und Formulare kommen auf CHF 100–200 pro Jahr. Die Zeit für Updates, Fehler und Kompatibilitätsprobleme ist nicht mitgerechnet.

Wartungsaufwand. WordPress-Updates erscheinen mehrmals im Jahr. Jedes Update kann mit Plugins oder dem Theme in Konflikt geraten. Wer das nicht selbst lösen kann, zahlt einen Entwickler — oder wartet, bis die Seite bricht.

AppKlar-Seiten haben kein CMS, das gehackt werden kann, keine Plugin-Konflikte und keine Update-Pflicht. Eine statische Website ist per Definition weniger angreifbar als eine dynamische.

Was Sie mit AppKlar bekommen — und was nicht

Was Sie bekommen:

  • Massgeschneiderte Website, die so aussieht wie Sie und nicht wie tausend andere KMU
  • Lighthouse-Score 100/100/100/100: Leistung, Barrierefreiheit, SEO, Best Practices
  • Ladezeit unter 1 Sekunde — kein JavaScript-Overhead, kein Template-Ballast
  • Hosting dauerhaft kostenlos über Cloudflare Pages (globales CDN)
  • nDSG-konformes Setup von Anfang an: keine Google-Fonts, kein Tracking-Cookie
  • Strukturierte Daten (JSON-LD) für bessere Sichtbarkeit in der Google-Suche
  • Fixpreis vor dem Start, nicht nach Stunden abgerechnet
  • Direkter Ansprechpartner — kein Ticket-System, kein Callcenter

Was Sie nicht bekommen:

  • Monatliche Abogebühren
  • Preiserhöhungen ohne Vorankündigung
  • Abhängigkeit von einer Plattform, die morgen den Plan ändert

Die Rechnung auf fünf Jahre

Fünf Jahre klingen lang. Sie sind es nicht — eine gute Website soll mindestens so lange funktionieren.

Jahr 1 Jahr 3 Jahr 5
Wix Core CHF ~330 CHF ~980 CHF ~1’640
Jimdo Grow CHF ~210 CHF ~610 CHF ~1’020
WordPress (selbst gehostet) CHF ~380 CHF ~830 CHF ~1’280
AppKlar Website CHF 1’515 CHF 1’545 CHF 1’575
AppKlar + Support-Plan CHF 1’805 CHF 2’085 CHF 2’325

Im ersten Jahr ist ein Baukasten billiger. Ab dem vierten Jahr hat sich AppKlar im Vergleich zu Wix amortisiert — mit einer Website, die schneller lädt, besser rankt, nDSG-konform ist und nach Ihnen aussieht, nicht nach einem Template.

Und anders als bei Wix gehört die Website nach Abschluss des Projekts Ihnen. Kein Lock-in, keine Exportbeschränkungen. Standardtechnologien: HTML, CSS, TypeScript.

Kurz gesagt

Website-Baukästen sind ein guter Einstieg — für Hobbyprojekte, erste Experimente, MVP-Tests. Für ein KMU, das professionell wirken, gefunden werden und langfristig Kosten sparen will, sind monatliche Abonnements selten die klügere Wahl.

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